Berichte aus dem Krombacher-Pokal

3:1-Sieg
1. FC Gievenbeck wirft die SG Wattenscheid aus dem Pokal

(Foto: Schulte)

Münster – Faustdicke Überraschung im Westfalenpokal: Oberligist 1. FC Gievenbeck warf am Mittwochabend die favorisierte SG Wattenscheid aus dem Pokal. Dabei hatten die Gäste doch schon geführt ... 

Die SG Wattenscheid ist raus aus dem Westfalenpokal! Beim Oberligaaufsteiger 1. FC Gievenbeck in Münsters Westen unterlag das Team aus Wattenscheid am Mittwochabend mit 1:3.

Dabei hatte die SG Wattenscheid, die auf ihren erkrankten Trainer Farat Toku verzichten musste, vor allem in der ersten Halbzeit das "erwachsenere" Spiel geboten, wirkte insgesamt griffiger. Aber das galt schon nur für die ersten 20, 25 Minuten. Dann bekam Gastgeber Gievenbeck immer mehr Spielanteile. Es war kein Spiel mit vielen Torraumszenen. Viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Von den wenigen Chancen besaß Wattenscheid die vielleicht etwas besseren. Ein Corboz-Freistoß sauste knapp neben den linken Pfosten und schon nach knapp 10 Minuten reklamierte Wattenscheid auch einen Foulelfmeter (an Yesilova) für sich, später noch einen Handelfmeter - aber es blieb vorerst beim 0:0.

Kurz vor dem Wechsel dann doch die Führung für die Gäste. Scharfe Flanke von links quer vor das Gievenbecker Tor, in der Mitte steht Fabio Manuel Diaz goldrichtig und schiebt aus Kurzdistanz zum 1:0 für die SGW ein. Das war dann auch der Pausenstand. 

Da jubelte noch Wattenscheid. (Foto: Schulte)

Was dann allerdings nach dem Wiederanpfiff geschah, dürfte bei der SG Wattenscheid für erheblichen Redebedarf sorgen. Vor 325 Zuschauern kassierte Wattenscheid erst einmal einen satten Lattentreffer durch Maximilian Natrup. Das war ein "Hallo Wach" für die Gastgeber. Und Gievenbeck legte nach - und belohnte sich nach 57 Minuten mit dem Ausgleich. Tristan Niemann traf zum 1:1. 

Kaum war der Treffer verdaut, musste Gievenbecks Keeper Scharbaum den Ball erneut aus dem eigenen Kasten fischen. Erneut war es Neumann, der mit einer Art Flanke oder Torschuss das 2:1 erzielte. War das so gewollt? 

Wattenscheid reagierte gereizt, machte es damit aber Gievenbeck auch leichter. Die Gastgeber bekamen immer wieder Chancen zu Kontern und hätten schon nach 72 Minuten höher führen können, als Julian Canisius sich aus der Distanz mal das Herz fasste und abzog. 

Die Entscheidung fiel dann spät, aber für Gievenbeck. Diesmal war Canisius erfolgreich, traf zum 3:1 und beförderte Gievenbeck damit in die zweite Runde. 

(Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)

Andere Spiele

Wattenscheids Aus blieb am Mittwoch nicht die einzige Überraschung. Pokalschreck SV Rödinghausen bewies Stärke auch im Westfalenpokal und warf Drittligist SF Lotte aus dem Wettbewerb. Am Ende hieß es dort 3:2 für den SVR. 

Der SC Verl dagegen setzte sich deutlich mit 3:0 in Wiescherhöfen durch.