Berichte aus dem Krombacher-Pokal

Nach Verlängerung
2:1 in Brünninghausen: TSG Sprockhövel rettet sich ins Pokal-Halbfinale

Und dann das Siegtor nach 111 Minuten... Torschütze der eingewechselte Mark Sandor Murai. (Foto: Schulte)

Dortmund – Das war nichts für Feinschmecker, dieses Westfalenpokal-Spiel zwischen Brünninghausen und Sprockhövel. Es war kalt und es war regnerisch und es war Kampf. Und es dauerte 120 Minuten. Es war Pokal mit einem glücklichen Sieger aus Sprockhövel...

Das waren hart umkämpfte 120 Minuten, die der FC Brünninghausen und die TSG Sprockhövel da am Hombruchsfeld in Dortmund-Brünninghausen hinlegten. 120 Minuten Westfalenpokal bei Wind und Wetter, grauem Himmel und Regentropfen. Kampfkraft, Einsatzwille, nicht immer hochklassiger Fußball, aber eben leidenschaftlich. Und dann hatte Regionalliga-Schlusslicht TSG Sprockhövel das bessere Ende für sich. Besser, nicht zwingend verdienter.

Sicher ist: Mark Sandor Murai setzte nach 111 Minuten einen platzierten Kopfball wuchtig ins linke Eck. Das war das 2:1 und diese Führung brachten die Gäste über die Zeit. Der Regionalligist steht im Halbfinale, Oberligist Brünninghausen ist raus.

Dabei war's ein starker Auftritt der Gastgeber. Natürlich blieb der Klassenunterschied über weite Phasen schwer erkennbar. Chancen bekamen beide Teams. Die erste ging nach 8 Minuten an Brünninghausen. Arif Et verpasste da eine scharfe Hereingabe knapp. Und die TSG setzte nach 18 Minuten die erste Duftmarke - mit einem Distanzschuss knapp übers Tor.

Besser war die Szene zwei Minuten später: Nazzareno Ciccarelli bekam aus fünf Metern die Riesenchance, aber Keeper Nico Luft parierte. Puh.

Dann wieder Brünninghausen: Per Seitfall-Rückzieher scheiterte Leon Enzmann auf der Gegenseite. Und Adil Elmoueden versuchte es mit einem scharfen Schuss - hier packte TSG-Keeper Robin Benz gut zu.

Nein, langweilig war es nicht. Nur umkämpft.

Wechsel in die 2. Halbzeit. Es dauerte etwas, ehe beide Teams wieder richtig auf Betriebstemperatur waren. Brünninghausen mit einem starken Angriff diagonal übers Spielfeld. Und am Ende scheiterte erneut Enzmann knapp. Die beste Szene vergab erneut der Gastgeber. Dominik Behrendt brachte aus elf Metern den Ball nicht im Tor unter. Der Weg war frei und das gab ein paar Kommentare von der Tribüne. "Kann man mal machen...", brummten die Zuschauer. Aber weiter 0:0.

Und als alle schon mit der Verlängerung rechneten, da schlug die TSG Sprockhövel doch zu. Emre Demir nahm aus 20 Metern Maß und traf mit strammem Schuss unter die Latte (84.). Riesenjubel bei den Blauen, Gelb gegen den Torschützen, der sich im Überschwang des Trikots entledigt hatte...

Aber offenbar kostete der Jubel die Gäste die Konzentration. Denn keine zwei Minuten später jubelten die Weißen auf der Gegenseite. Arif Et traf zum 1:1 nach 86 Minuten. Zwei späte Ausrufezeichen, die sich über 84 Minuten gar nicht abgezeichnet hatten.

Verlängerung!

Also ab in die Verlängerung. Und das wurde noch einmal heiß. Die erste Hälfte ging ereignislos über die Bühne, niemand wollte mehr den Fehler machen. Aber dann traf eben Murai per Kopf und  brachte die TSG erneut in Führung.

Aber wie schon zuvor bekam Brünninghausen postwendend die riesige Chance zum sofortigen Ausgleich! Die TSG konnte einen Schuss nur halbherzig klären, der Ball fiel Leon Enzmann vor die Füße, doch der schob ihn nur ans Außennetz und eben nicht zum Ausgleich ins Tor. Wahnsinn, wie sich das Spiel am Ende fast wieder beschleunigt hätte...

Aber dann war Feierabend, Regionalligist Sprockhövel steht im Halbfinale und wartet nun auf seinen Gegner.

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