Berichte aus dem Krombacher-Pokal

Westfalenpokal-Finale am Donnerstag
DFB-Pokaleinzug: Hat Lotte leichtes Spiel beim SC Paderborn?

In der Benteler-Arena steigt das Westfalenpokalfinale zwischen dem SC Paderborn und den SF Lotte. (Foto: dpa)
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Paderborn – Ein Abstieg kann selten in wenigen Tagen verdaut werden – das gilt nicht nur für die mitleidenden Fans, sondern auch für beteiligte Spieler. Glücklicherweise ist die Saison nach dem letzten Spieltag üblicherweise vorbei, nicht aber für den SC Paderborn: Der muss sich nun noch trotz der Regionalliga-Gewissheit ein letztes Mal zusammenraufen und gegen die SF Lotte den Westfalenpokal holen.

Nur so würden dem Sportclub wichtige Zusatzeinnahmen in Höhe von mindestens 155.000 Euro plus Zuschauergelder garantiert sein, die auch im Hinblick auf die Zusammenstellung eines Regionalliga-Kaders wichtig wären. Klar, still und leise hofft auch Paderborn noch auf eine verweigerte Zulassung – etwa beim Chemnitzer FC, der rund 3 Mio. Euro nachweisen muss und keinen derart potenten Hauptsponsor in der Hinterhand besitzt.

Bis dahin aber müssen die Planungen klar und deutlich auf die vierte Liga fokussiert werden. Das bedeutet: Neben den Nachwuchsspielern werden allenfalls vereinzelt Akteure aus dem bisherigen Kader übernommen werden, vielleicht ein Felix Herzenbruch, vielleicht ein Ben Zolinski oder ein Sebastian Schonlau – jene, denen die Identifikation mit dem Verein leichtfiel, die nicht in die Kategorie altgedienter Ex-Profis fallen, die schlichtweg bezahlbar wären.

Aufbruchsstimmung nach dem Abstieg?

Seit dem Dienstag will der SC Paderborn der Öffentlichkeit gegenüber leichte Aufbruchsstimmung vermitteln. In kurzen Videos motivieren die Siegtorschützen der bisherigen Westfalenpokal-Runden ihre Fans zum Erscheinen beim so wichtigen Kick am Donnerstag. Die Wirkung muss jeder für sich beurteilen, in den sozialen Netzwerken sind die Reaktionen gemischt – restlos überzeugend wirken die Ansprachen nicht.

Gegner SF Lotte, der in diesem Jahr ein besonderes Kapitel im DFB-Pokal schrieb und bis ins Viertelfinale vordrang, ist dennoch gewarnt. Nicht aufgrund der 1:3-Niederlage, die die Sportfreunde vor wenigen Wochen kassierten. Sondern vielmehr vom Drang der Paderborner Spieler, sich noch einmal zu empfehlen.

„Paderborn wird noch einmal alles geben“

„Natürlich wird diese Mannschaft von Paderborn so nicht noch einmal zusammenspielen. Aber im Stadion werden Leute sein, die sich für die Spieler interessieren“, ahnt Trainer Ismail Atalan. „Die werden noch einmal alles geben, vor allem für sich und ihre persönliche Zukunft.“ Auch er selbst wird allerdings auf eine hochmotivierte eigene Elf zählen können, die sich zum Großteil ebenfalls noch in Vertragsgesprächen befindet.

Übertragen wird die Partie in einer umfassenden Landespokal-Konferenz in der ARD – das vielleicht letzte Live-Spiel des SC Paderborn für eine längere Zeit. Ein zweiter Abschied könnte von der Benteler-Arena drohen: Noch ist offen, ob die Miete für Stadion und Trainingsgelände in der Regionalliga gezahlt werden kann. westline ist mit einem Liveticker vor Ort und wird ebenfalls berichten, Anstoß ist um 17 Uhr.


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