Berichte aus dem Krombacher-Pokal

"Schwierige Phase"
SC Wiedenbrück: Björn Mehnert will nach Pokalsieg in Münster nicht träumen

Björn Mehnert, hier beim Pokalspiel beim SC Münster 08. (rechts) (Foto: Schulte )

Münster – Das Achtelfnale im Westfalenpokal hat der SC Wiedenbrück überstanden. Beim Landesligisten SC Münster 08 gewann das Team mit 3:1. SCW-Trainer Björn Mehnert träumt jetzt allerdings nicht vom großen Pokal-Coup, sondern will erst einmal das Positive in einer schwierigen Situation mitnehmen. 

Der SC Wiedenbrück gewann am Mittwochabend beim Landesligisten SC Münster 08 mit 3:1 und sicherte sich damit den Einzug ins Viertelfinale des Westfalenpokals. Da könnte man zu rechnen beginnen, denn es wäre nur noch drei Siege bis zum Einzug in den DFB-Pokal. "Ich fange nicht an zu träumen", so SCW-Trainer Björn Mehnert nach dem Sieg in Münster. "Wir müssen uns das alles hart erarbeiten."

Tatsächlich tat sich der SCW auf dem Kunstrasenplatz am Kanal in Münster lange schwer. Für Mehnert keine Überraschung. "Das ist ein guter Landesligist mit vielen jungen Spielern, die auch kicken können." Münster 08 habe einen taktischen Platz gehabt und es sei keine leichte Aufgabe für Wiedenbrück gewesen.

"Da ist ein Landesligist mit einer Siegesserie. Und wir haben gerade keine gute Phase", so Mehnert nach Abpfiff. "Mir war es aber wichtig, dass die Jungs durch diese Phase gehen und wir in Ruhe arbeiten." Mit Blick auf eine deutlich stärkere zweite Halbzeit fiel das Trainer-Fazit entsprechend aus: "Letztlich war das schon verdient." So konnte man das sagen. Wiedenbrück erzielte die Tore zur rechten Zeit, kam so nicht ernsthaft unter Druck. Den zwischenzeitlichen Ausgleich steckte das Team weg und schlug zu, als Münsters Kräfte langsam schwanden. Klar profitierte der SCW gerade beim 2:1 von einem bösen Abwehrfehler der Münsteraner. Aber: "Wir haben ja auch den einen oder anderen Fehler gemacht in den ersten 60 Minuten." Das sei aber einfach der Situation geschuldet, so Mehnert. "Dass du hier nicht mit breiter Brust aufläufst, ist doch menschlich." 

Die sportliche Dürrezeit in der Regionalliga kriege man eben nichtg ganz aus dem Kopf raus. "In der jetztigen Situation ist es einfach wichtig, das Positive mitzunehmen. Wir haben drei Tore geschossen, das ist uns lange nicht gelungen." Nun, so lange ist es nicht her. Vor vier Wochen siegte Wiedenbrück ja ebenfalls mit 3:1 in Theesen. Wie übrigens auch in der ersten Runde in Hövelhof. Das 3:1 scheint in diesem Jahr das Pokal-Ergebnis zu sein... 

In der Regionalliga gelangen dem SCW drei Tore zuletzt im April 2018 beim 3:1 gegen RW Oberhausen. 

Der SC Wiedenbrück kennt ja nun auch schon seinen nächsten Gegner im Westfalenpokal. Es ist der 1. FC Kaan-Marienborn. Nanu? War da nicht was? Genau: Gegen den Aufsteiger unterlag der SCW gerade erst mit 1:5. "Auf das Viertelfinal-Spiel freue ich mich. Da haben wir noch etwas gutzumachen", so Mehnert am Ende. Wie gesagt: Das Positive mitnehmen. 

Jubel beim SC Wiedenbrück nach dem 3:1 beim SC Münster 08 (Foto: Schulte)