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Besuch anne Castroper
Fanfreundschaft: VfL Bochum und Leicester City feiern gemeinsam

Bochum – Den 3:2-Heimsieg über Eintracht Braunschweig sahen auch rund 20 englische Fußballfans live im Stadion. Der Anlass: Die Fanfreundschaft zwischen Anhängern des VfL Bochum und Leicester City aus der Premier League.

Keine Erfolge, die gleichen Vereinsfarben und das Dasein einer klassischen Fahrstuhlmannschaft: "Die Mentalität ist sehr ähnlich", lacht VfL-Fan Julian Kruse, wenn er über die Fanfreundschaft zum englischen Klub Leicester City spricht. Die vielen Gemeinsamkeiten schweißen die Fußballfans zusammen - und wurden am Freitag kräftig gefeiert.

Fanfreundschaft seit 2007

Zum Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig empfingen die Bochumer Fans rund 20 Anhänger des englischen Erstligisten, derzeit Letzter in der Premier League. Zwei- bis dreimal jährlich besuchen sich die Bochumer und Engländer gegenseitig.

Die noch recht junge Fanfreundschaft entstand im Jahr 2007, als Bochumer Groundhopper zu einem Spiel von Barnet FC reisten. Durch deren Freundschaft mit Fans von Leicester City kamen erste Kontakte zu Anhänger des LCFC zustande, die schnell intensiviert wurden. Seitdem steigt das Interesse an der neuen Fanfreundschaft in der Bochumer Fanszene stetig, erzählen Julian Kruse und Philipp Thiemann, die sich um die Verbindung nach England kümmern. Sie wissen, dass Freundschaften zwischen englischen und deutschen Fans höchst selten sind.

Unterdrückte Fankultur

Ohnehin sei die Fankultur und das Engagement der Anhänger im Mutterland des Fußballs mittlerweile eine andere als in hierzulande: "Wenn das Spiel nicht gut läuft, gibt es auch keine Stimmung.", erzählt Julian Kruse, "dabei könnte englischer Fußball so schön sein." Die beiden VfL-Fans sehen große Unterschiede zwischen der Atmosphäre in englischen und deutschen Stadien: "Selbst wenn wir gegen Sandhausen oder Aue spielen, ist meist mehr los als dort", sagt Julian Kruse.

Zurückzuführen seien die Entwicklungen unter anderem auf horrende Ticketpreise. "Es gibt nur noch Sitzplätze. Und für einen Platz in der Ecke zahlt man umgerechnet 45 Euro", rechnet Philipp Thiemann vor. "Es gehen auch kaum Frauen ins Stadion, alles ist sehr ruhig, weniger wild."

Grundsätzlich stellen die beiden Interesse an Fankultur fest: "Sie wird aber durch politische Maßnahmen unterdrückt", meint Julian Kruse. "Es gibt keine Rückendeckung vom Verein, keine Genehmigungen für Aktionen, die die Stimmung fördern würden. Sich zu engagieren, wie wir das beim VfL tun können, ist dort nicht möglich."

Gemeinsame Fahrt nach Hamburg

Vielleicht wächst ja gerade deshalb das Interesse an der Fanfreundschaft und den gegenseitigen Besuchen - vor allem auf englischer, aber mittlerweile auch auf deutscher Seite. Im Netz verfolgen viele Fans die Aktivitäten, dazu gibt es immer mehr Anfragen für Touren auf die Insel. Und noch in dieser Saison steht der nächste gemeinsame Stadionbesuch an: Zum letzten Auswärtsspiel beim FC St. Pauli erwarten die Bochumer erneut Fans aus Leicester.

 

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Samstag, 24. November, 13 Uhr
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Tabelle

14. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
3Union1319:81123
4St. Pauli1319:18123
5Bochum1322:15720
6Heidenheim1320:14620
7Regensburg1324:20420

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