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Ostkurve
VfL Bochum: Choreos und Infostand der Ultras verboten

2. Bundesliga 16. Spieltag, reWirpower-Stadion | 3:3 (Foto: Tim Kramer)

Bochum – Vor dem ersten Heimspiel des Jahres 2015 gibt es für die aktiven Fans des VfL Bochum entscheidende Änderungen. Die Feuerwehr kündigt an, künftig keine Cheorographien zu genehmigen. Der VfL hat den Ultras unterdessen ihren Infostand unter der Ostkurve verboten.

Neues Jahr, neue Regeln: Nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli Anfang Dezember, bei dem es im Zuge einer Jubiläums-Choreographie der "Ultras Bochum" zum einem durchaus massiven Einsatz von Pyrotechnik gekommen war, haben Feuerwehr und Verein reagiert - und Maßnahmen beschlossen, die zum Heimspielauftakt gegen Eintracht Braunschweig in Kraft treten.

"Vertrauensverhältnis erschüttert"

Die Feuerwehr teilt mit, dass sie deshalb "bis auf Weiteres" keine Choreographien mehr genehmigen wolle. "Grundsätzlich sind Aktionen mit brennbaren Stoffen wie Plakaten oder Fahnen auch gar nicht zugelassen", erklärt ein Sprecher der Feuerwehr Bochum. "Bislang haben wir Choreographien aber trotzdem erlaubt, weil wir gut damit gefahren sind. Auch wir wollen Stimmung im Stadion."
Vor allem durch die Vorfälle Ende letzten Jahren sei das "Vertrauensverhältnis" aber "erschüttert" worden, heißt es jetzt. "Wir erwarten einen verantwortungsvollen Umgang. Die Entscheidung, Choreographien erst einmal nicht zu genehmigen, haben wir natürlich nicht alleine getroffen, sondern gemeinsam mit dem Verein."

Infostand verboten

Als weitere Konsequenz hat der VfL Bochum den Ultras Bochum ihren Informations- und Verkaufsstand unter Block O im Bereich der Ostkurve verboten. Das bestätigte VfL-Sprecher Jens Fricke auf Nachfrage.

"Verboten" bedeutet allerdings nicht, dass interessierte Fans keinen Zugriff mehr auf Fanartikel der Ultras erhalten können. Sie werden nun an anderer Stelle verkauft, heißt es. Wo genau, könne am bisherigen Standort des Infostandes erfragt werden.

Stellungnahme der Ultras

Nach Ansicht der Ultras Bochum sei es schwer, "einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Infostand und der Pyroshow zu erkennen." Die Fangruppe vertritt die Ansicht, dass "die Maßnahme lediglich eine plakative Bestrafung" sei, "um der Öffentlichkeit irgendeine Reaktion präsentieren zu können." Ihre Kritik: Durch das immer weiter gefasste Verbot von einzelnen Aktionen oder Choreos würden diese zu "Privilegien" gemacht, über deren Verwendung dann Verhandlungen geführt werden müssten.

Ganz ähnliche Erfahrungen machte die Szene zuletzt auch in Münster. Dort wurden im vergangenen Sommer alle Infostände der Ultras verboten - der Verkauf von Fanzines oder Aufklebern ohne "festen" Stand wird allerdings geduldet.

DFB bestraft den Verein

Die Ultras in Bochum plädieren dafür, dass der Verein stattdessen "gegen die unsinnige Bestrafungspraxis des DFB" vorgehen sollte. Der VfL musste zuletzt eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro begleichen. In den letzten fünf Jahren waren insgesamt 121.000 Euro fällig. Davon entfielen rund 90 Prozent auf Vorfälle in Zusammenhang mit Pyrotechnik.

 

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Tabelle

31. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
7Regensburg3044:42245
8St. Pauli3040:46-645
9Bochum3041:43-239
10Bielefeld3044:48-439
11Gr. Fürth3033:48-1538

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