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Fiege-Fantalk: Kaenzig will beim VfL die Traditionen pflegen

(Foto: Rentsch)
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Freibier vom Fiege geht bei den Fußballfans in Bochum immer – besonders dann, wenn es ein passendes Rahmenprogramm gibt. Am Montagabend kam es beim VfL mit einer prominent besetzten Runde zur Neuauflage des Fiege-Fanabends.

Am Ende soll es eine echte Kneipentour werden: Um den Dialog mit den Fans zu fördern, will das neue Führungsduo des VfL Bochum, Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz, verschiedene Formate neu entwickeln oder wiederbeleben – darunter auch den Fiege-Fanabend. Den Anfang machte die Geschäftsführung höchstselbst, als sie am Montagabend gemeinsam mit Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer und VfL-Edelfan Fabian Budde das Podium im „Jago“ am Schauspielhaus besetzten. Weitere Termine sollen folgen, dann in anderen Kult-Kneipen der Stadt.

Schindzielorz' Weg zum VfL

Die Fortsetzung dürfte auch deshalb nur eine Frage der Zeit sein, weil die knapp 60 anwesenden VfL-Fans am Ende vollauf begeistert waren – vermutlich auch deshalb, wenn ein Format dieser Art zuletzt jahrelang gefehlt hat. Zu einem gelungenen Abend trugen vor allem die Gäste bei. Speziell Sebastian Schindzielorz schien sich in entspannter Atmosphäre wohlzufühlen, wirkte überaus locker und entspannt. Der Geschäftsführer Sport des VfL Bochum sprach deshalb nicht nur über die aktuelle sportliche Situation, sondern gewährte auch tiefe Einblicke in seinen persönlichen Werdegang.  

Was die allermeisten Fans noch nicht wussten: Im Alter von neun Jahren war der heutige Manager mit seiner Familie aus Polen nach Bochum gekommen. Die Idee seines Vaters, den Sohnemann in der Jugendabteilung des VfL anzumelden, sei die beste Idee gewesen. Denn die ersten sozialen Kontakte knüpfte Schindzielorz seinerzeit auf und neben dem Fußballplatz. „Der Sport hat mir damals sehr geholfen. Es war die beste Gelegenheit, um Anschluss in der neuen Heimat zu finden“, erzählte der heute 39-Jährige. Auch deshalb sei der Job an der Vereinsspitze für ihn ein ganz besonderer.

Kaenzig will Traditionen pflegen

Letzteres gilt natürlich auch für Ilja Kaenzig, seinen Mitstreiter in der vierten Etage der Bochumer Geschäftsstelle. Dass sich der Eidgenosse in Bochum längst eingelebt hat, war nicht zuletzt daran zu erkennen, dass Moderator Jens Fricke schon eingangs darauf hinwies, dass sein Vorgesetzter ein gutes Bier der heimischen Brauerei oder eine anständige Currywurst durchaus zu schätzen weiß. Auch inhaltlich schien Kaenzig die Zuhörer von seiner Denk- und Arbeitsweise zu überzeugen. Interessant dabei: Hatten manche Anhänger bei seinem Amtsantritt aufgrund von früheren Äußerungen noch die Befürchtung, einen Befürworter von 50+1 an Land gezogen zu haben, hat sich die Meinung im Umfeld vollständig gedreht.

Denn ganz eindeutig schätzt Kaenzig die ursprüngliche Form des Fußballs, wie sie in Bochum in großen Teilen noch gelebt wird. „Wir spielen zum Glück in einem Stadion mit Flair, nicht in einer austauschbaren Arena“, sprach der 45-Jährige den Fans aus der Seele. Mit dem neuen, „durchchoreografierten und glattgebügelten Fußballbusiness“ tue er sich bisweilen schwer, „Traditionen müssen deshalb mehr denn je gepflegt werden.“ Der Applaus aus dem Publikum war ihm auch an dieser Stelle gewiss.

Kinhöfer über den Videobeweis

Gespannt gelauscht wurde zum Abschluss auch den Ausführungen von Fabian Budde, der als Groundhopper (52 Länderpunkte), Schalsammler (484 Objektive mit VfL-Bezug) und Fanfotograf („Photomafia“) in Bochum längst so bekannt ist wie ein bunter Hund. Ein nicht ganz so häufiger, trotzdem aber regelmäßiger Gast an der Castroper Straße ist Ex-FIFA-Schidesrichter Thorsten Kinhöfer. Der frühere Unparteiische aus Herne komplettierte die Runde und sprach ausführlich über den schwierigen Job an der Pfeife.

Vor allem der Videobeweis bot genügend Anlass für Diskussionen. Kinhöfer befürwortet die technischen Hilfsmittel ausdrücklich, erklärte aber auch, dass dieser Weg niemals 100-prozentige Klarheit gewährleisten könne. Auch der Assistent im Kölner Keller „sei nur ein Mensch, dem man Fehler zugestehen muss.“ Viele Situationen seien schließlich nicht so eindeutig, gerade dann, wenn es um die Bewertung von Handspielen oder Fouls gehe. Nicht nur deshalb lehnt Kinhöfer auch die Einführung eines Profischiedsrichters ab. Entscheidungen würden durch eine Vollzeitbeschäftigung nicht besser werden. Schon jetzt seien die Kollegen viel besser geschult als noch vor einigen Jahren.

 


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