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Duell am Samstag
Interview: Neitzel über Dutt, Kiel und den VfL Bochum

(Foto: dpa )
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Von 2011 bis 2013 arbeitete er für den VfL Bochum, anschließend drei Jahre lang bei Holstein Kiel: Anlass genug, um mit Karsten Neitzel über das bevorstehende Duell seiner Ex-Vereine zu sprechen.

Im Telefoninterview äußerte sich der Fußballlehrer über die Bochumer Abstiegsangst, die Kieler Euphorie und seinen aktuellen Job beim SV Elversberg. 

Herr Neitzel, in der Vergangenheit haben Sie für den VfL Bochum und später auch für Holstein Kiel gearbeitet. Wie sehr verfolgen Sie noch die Entwicklungen bei den beiden Klubs?

Natürlich beobachtet man noch, was so passiert. In Bochum habe ich meinen Hauptwohnsitz, in Kiel kenne ich die Mannschaft dafür besser. Detaillierte Einschätzungen sind trotzdem schwierig. Für jeden Trainer ist es unangenehm, wenn ein anderer Tipps und Ratschläge erteilen möchte. Darauf verzichte ich lieber.

Zumindest dürfte Ihnen die aktuelle Lage beim VfL bekannt vorkommen. 2013 mussten Sie den Klub in einer sportlich ähnlich prekären Situation verlassen.

Die Angst vor dem Abstieg war damals allgegenwärtig, auf der Geschäftsstelle, bei den Fans, überall. Die Zeit war deshalb auch sehr intensiv und lehrreich, man hat viel probiert, um die Wende doch noch einzuleiten. Ich konnte meine Freistellung dann sogar nachvollziehen, der Verein musste noch etwas probieren. Die Lage jetzt ist ähnlich bedrohlich. Der Sieg in Ingolstadt hat natürlich geholfen, der erste Schritt ist gemacht.

Glauben Sie denn, dass der VfL die Klasse hält?

Sicher kann man sich nie sein, aber ich habe ein gutes Gefühl. Ich kenne Robin Dutt ja noch aus der gemeinsamen Zeit in Freiburg. Er war damals Cheftrainer bei den Profis, ich habe die zweite Mannschaft betreut. Die Zusammenarbeit war immer angenehm. 

Am Samstag gastiert nun ein anderer Ex-Verein von Ihnen in Bochum. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf der Kieler?

Sie können bis zum Ende oben mitspielen, das ist möglich. Das 5:0 gegen Duisburg kam nach elf Partien ohne Sieg zum richtigen Zeitpunkt, hat die Lockerheit vielleicht wieder zurückgebracht. Dass sie immer noch auf Platz drei stehen zeigt ja, wie stark sie zu Saisonbeginn waren.

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Mannschaft? Der offensive Spielstil?

Sie spielen mutig und bleiben cool vor dem Tor, das stimmt. Ihre Saisonleistung verdient so oder so Anerkennung, unabhängig vom Tabellenplatz. Die Mischung passt einfach, die Spieler sind hungrig und motiviert, haben richtig Lust auf die zweite Liga. Man sieht ihnen die Freude immer wieder an.

Sie arbeiten seit Juli 2017 für den Regionalligisten SV Elversberg im Saarland. Wie ist dort der Stand der Dinge?

Der Rückstand auf die beiden Aufstiegsplätze ist etwas zu groß, aktuell sind es mit einem Spiel weniger neun Punkte. Aber die Entwicklung ist grundsätzlich positiv, die Regionalliga Südwest hat ein gutes Niveau. Nach oben ist es ein Nadelöhr. Unser Verein ist zuletzt zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert. Deutschlandweit wollen viele Vereine die Liga verlassen, da sind viele Klubs mit einem großem Potenzial dabei. Es ist immer wieder ein Balanceakt, vor allem finanziell.


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Arminia3451:47448
5Regensburg3453:53048
6Bochum3437:40-348
7Duisburg3452:56-448
8Union3454:46847

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