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Interview: Schindzielorz über die Krise, Geld und Verträge

(Foto: dpa)
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Seit einem Jahr verantwortet Sebastian Schindzielorz die sportlichen Geschicke des VfL Bochum. Nach einem erfolgreichen Start steckt der Klub nun in einem sportlichen Tief. 

Wie der 40-Jährige die Situation bewertet, was er von den Spielern erwartet und wie er über einen möglichen Umbruch im Sommer denkt, verrät er im großen westline-Interview. 

Herr Schindzielorz, der VfL Bochum hat vier Spiele in Folge verloren und erschreckend schwache Leistungen gezeigt, obwohl die Hinrunde noch sehr ordentlich war. Woran liegt es?

Es sind verschiedene Faktoren, die zusammenkommen. Angefangen hat es gegen Sandhausen mit individuellen Fehlern, die zur ersten Niederlage geführt haben. Gegen Paderborn haben wir dann einen denkbar schlechten Start erwischt, lagen schon nach einer Minute mit 0:1 zurück. Darunter leidet die Psyche, und wenn sie bei vielen gleichzeitig leidet, wird es von Woche zu Woche ein bisschen schwieriger, sich aus dieser Situation zu befreien.

Warum ist der Mannschaft weder gegen Ingolstadt noch gegen Kiel eine Reaktion gelungen?

Das fragen wir uns natürlich auch. Wir waren jeweils in der ersten Halbzeit wenig präsent, es waren blutleere Auftritte, kaum Emotionen zu sehen. Das muss uns alarmieren. Speziell gegen Kiel sind wir in der Analyse zu dem Ergebnis gekommen, dass auch die Veränderung der Grundordnung nicht zum Erfolg geführt hat. Es war legitim, nach drei Niederlagen darüber nachzudenken, doch mit der Erfahrung des Spiels sehen wir ein, dass dieser Versuch gescheitert ist.

Es gab zuletzt Zweifel an der Mentalität der Mannschaft. Gehen Sie da mit? 

Ich glaube, dieses Argument wird im Fußball generell sehr schnell genutzt. Wir hatten hier in Bochum vor zwölf Monaten eine richtige Krise und haben im vergangenen Jahr eigentlich immer die richtige Mentalität auf den Platz gebracht. Aber wenn man keine Punkte holt, wird automatisch mehr hinterfragt. Das gehört dazu.

Wie wollen Sie den Negativtrend jetzt stoppen?

Wir haben die beiden Tage nach dem Spiel gegen Kiel genutzt, um uns auf allen Ebenen auszutauschen: Mit dem Trainerteam, mit der Mannschaft, mit dem Präsidium. Wir wollen und müssen Geschlossenheit beweisen und zu dem zurückkehren, was uns vor knapp einem Jahr ausgezeichnet hat, als wir eine noch kompliziertere Situation erfolgreich gelöst haben. 

Fürchten Sie, dass die Mannschaft das Vertrauen verspielt, das sie sich im letzten Jahr erarbeitet hat? 

Der Leistungseinbruch ist schon gravierend, das sehen wir auch. Aber zumindest innerhalb des Vereins, innerhalb der Gruppe ist das Vertrauen nicht verloren gegangen. Dass wir eine gute Gemeinschaft sind, müssen wir jetzt auch wieder unseren Fans beweisen.

Zehn Spieler sind nur noch bis zum Sommer an den VfL gebunden. Stimmt es, dass Vertragsgespräche derzeit auf Eis liegen?

Wir wollen und müssen unseren Negativtrend stoppen, das genießt Priorität. Jeder kann die aktuelle Situation nutzen, um sich für die Zukunft zu empfehlen und zeigen, ob er bleiben möchte oder sich schon woanders sieht. Tendenzen gibt es natürlich schon, aber entschieden oder unterschrieben ist noch nichts.

So plant Schindzielorz die Zukunft: Weiterlesen auf Seite 2...

 


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9St. Pauli3446:53-749
10Darmstadt3445:53-846
11Bochum3449:50-144
12Dresden3441:48-742
13Gr. Fürth3437:56-1942

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