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Videobeweis
Kommentar: VfL Bochum positioniert sich als Mitläufer

(Foto: Rentsch)
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Auch der VfL Bochum hat sich für den Videobeweis in der 2. Liga ausgesprochen. Wie die Verantwortlichen ihre Entscheidung erklären, ist enttäuschend, kommentiert Reporter Philipp Rentsch. 

Müssen wir die Hoffnung, einen Verein mit Haltung zu erleben, schon wieder begraben? Ein wenig provokant ist diese Frage ja schon. Denn seit Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz das Zepter beim VfL übernommen haben, versichern sie glaubhaft, nicht jede Entwicklung im modernen Fußballgeschäft unterstützen zu wollen. Sie propagieren „Fußball als Volkssport“, traditionell und möglichst fannah. Mit diversen Aktionen – darunter Diskussionsabende, ein geplantes Mitgliederforum und ausschließlich öffentliche Trainingseinheiten – unterstreichen sie dies auch. Diese Bemühungen kann man nicht häufig genug loben. 

Mainstream-Meinung 

Aber offensichtlich gehen sie nicht den entscheidenden Schritt weiter. Denn die erste große Chance, auch in Grundsatzfragen nicht dem Mainstream zu folgen, haben die Verantwortlichen vor einigen Tagen verpasst, als sie sich in einer Versammlung der Liga für den Videobeweis ausgesprochen haben. Das ist nachvollziehbar und nicht verwerflich. Es zeigt aber sehr deutlich, dass auch der VfL Bochum nur dann Traditionen pflegen wird, wenn sie anderen, übergeordneten Interessen nicht entgegenstehen. Das geben Kaenzig und Schindzielorz in ihrer Presseerklärung sogar offen zu. 

Schwaches Statement 

Bedenklich stimmt, dass die Verantwortlichen ohne klare Haltung zur Abstimmung nach Frankfurt gereist sind. Denn ihr Statement verdeutlicht auch, dass sich der VfL lediglich als Mitläufer positioniert. Die Folge sind ein ziemliches Geschwurbel und vielfache Einschränkungen, um bloß nicht anzuecken. Dass sich dabei kaum ein Fan angesprochen oder verstanden fühlt, wenn die Bosse abstrakt über Fußballpolitik sprechen, haben sie wohl nicht berücksichtigt. Ihre Stellungnahme – warum haben sie überhaupt eine veröffentlicht? – begeistert vielleicht PR-Strategen oder Verbandsfunktionäre, ist aber nichts für die eigentliche Zielgruppe: die Anhänger des VfL Bochum. 


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10Darmstadt3445:53-846
11Bochum3449:50-144
12Dresden3441:48-742
13Gr. Fürth3437:56-1942

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