VfL Bochum auf Twitter & Facebook

Unser Service... VfL-Artikel exklusiv auf Twitter @westline_vfl und Facebook

VfL-Ultras zurück
Stimmungsboykott: Dutt ordnet Aussagen ein

(Foto: dpa)
14

Beim VfL-Heimspiel gegen Dynamo Dresden gab es auch abseits des Rasens allerhand Themen. Teile der Bochumer Ultrabewegung sind in die Ostkurve zurückgekehrt. Trainer Robin Dutt äußerte sich außerdem zum bundesweiten Stimmungsboykott.

Sie sind zurück in der Kurve: Teile der Bochumer Ultrabewegung haben am Dienstagabend beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden ihren Stammplatz auf der Osttribüne wieder eingenommen und die Mannschaft sowohl optisch als auch akustisch unterstützt. Damit endet – wie bereits berichtet – eine fast einjährige Auszeit, die mit der Ausgliederung der Profiabteilung im vergangenen Herbst begonnen hatte.  

Bereits im Vorfeld der Partie hatten die „UB99“ eine Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es, dass die „zwölf für uns schwersten Monate der Gruppengeschichte“ nun ein Ende gefunden haben, die „Trauer“ überwunden sei und „unendlich viele interne Diskussion“ dazu geführt hätten, die altbekannte Rolle als „kritisches Korrektiv“ wieder einzunehmen. Nicht unerwähnt und für die Zukunft ganz sicher bedeutsam bleibt die Feststellung, „dass wir als Gruppe offenkundig eine deutlich andere Vorstellung vom VfL haben, als der Großteil der Fans und Mitglieder.“

Stimmungsboykott auch in Bochum 

Dies zeigte sich sogleich am Dienstagabend. Während die Ultras dem bundesweiten Aufruf der aktiven Fanszenen, in den 20 Minuten auf Stimmung zu verzichten, gefolgt waren, waren andere Fans um Anfeuerungsrufe bemüht. Ursprünglich sollte der Boykott dazu dienen, sich gegen Maßnahmen und Entscheidungen der Verbände zu stemmen – etwa, wenn es um die Anstoßzeiten von Bundesligaspielen geht.

Dass die Bochumer Mannschaft ausgerechnet die Anfangsphase verschlafen hatte, wollte Trainer Robin Dutt später ausdrücklich nicht auf die Zurückhaltung von den Rängen zurückführen. Auf Nachfrage eines Journalisten vertrat er dennoch eine klare Meinung: „Uns als Heimmannschaft wurde ein klarer Vorteil genommen, indem die Unterstützung zunächst gefehlt hat. Ich habe für die Aktion kein Verständnis, weil Unbeteiligte darunter leiden müssen.“

Dutt führte seinen Gedankengang sogar noch weiter aus und sorgte damit für mächtig Wirbel. In den sozialen Netzwerken sind zahlreiche Diskussionen über eine vermeintlich undifferenzierte Betrachtung entbrannt. Die Kritik bezieht sich konkret auf zwei Aspekte: Zum einen wird die Behauptung, die Dresdner hätten den Boykott „clever“ und entscheidend mitinitiiert, infrage gestellt. Zum anderen sprach sich Bochums Cheftrainer dafür aus, „in unserer Gesellschaft nicht mehr gegen alles und jeden zu protestieren“, sondern „selber anzupacken und mehr Ehrenämter zu übernehmen.“ Was Dutt damit konkret und im Zusammenhang mit den Fanprotesten meinte, blieb zunächst unklar.

Klarstellung von Robin Dutt

Deshalb ordnete er seine Aussagen am Mittwochnachmittag noch einmal genauer ein: „Ich habe da mehrere Themen miteinander vermengt. Und ganz sicher war die Pressekonferenz nach der Partie nicht der richtige Rahmen dafür. Man kann über viele gesellschaftspolitische Themen diskutieren, aber besser in einer anderen, weniger emotionalen Situation.“ Inhaltlich ging der 53-Jährige vor allem auf die Bewertung des Stimmungsboykotts ein. „Ich bleibe dabei, dass ein Pflichtspiel nicht der richtige Ort und Zeitpunkt ist, um seine Unzufriedenheit auf Kosten der Mannschaft kundzutun. In der Sache befürworte ich sogar den Protest.“

Dass es der 53-Jährige ernst meint mit dieser Aussage, belegen Medienberichte aus der Vergangenheit. Im Frühjahr 2016 war der VfB Stuttgart vom damals ersten Montagspiel in der Fußball-Bundesliga betroffen. Sportdirektor der Schwaben war Robin Dutt – und der kritisierte die Ansetzung seinerzeit scharf. „Deshalb trifft mich auch der Vorwurf, ich würde die Haltung der Fans nicht verstehen. Die Meinung, dass der Fußball aufpassen muss, seine Basis nicht zu verlieren, vertrete ich nach wie vor“, betonte Dutt im westline-Gespräch und ergänzte: „Ich unterstütze deshalb auch das Anliegen, das hinter dem Boykott steckt. Trotzdem würde ich mir dafür eine andere Plattform wünschen – eine, die uns als VfL Bochum nicht trifft und zugleich bei denen Gehör findet, die angesprochen sind.“  

 


Lade Forenbeiträge...

Nächstes Liga-Spiel

2. Liga, 10. Spieltag
Hamburger SV - VfL Bochum
Sonntag, 21. Oktober, 13.30 Uhr
Zweitliga-Spielplan | VfL-Spielplan
Kader | Forum

VfL-Termine

Di, 6.11. Der VfL im Nationalsozialismus
Stadtarchiv Bochum, Wittener Str. 47
18.48 Uhr

  

Tabelle

10. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Heidenheim1017:12515
7Paderborn919:15415
8Bochum916:10614
9Regensburg916:13314
10Dresden1013:11214

VfL Bochum