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Trotz Grönemeyer: Viele Plätze bleiben leer

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Wenn Herbert Grönemeyer am Sonntag vor dem Heimspiel des VfL live seine „Bochum“-Hymne singt, werden viele Plätze im Ruhrstadion gar nicht besetzt sein.

Knapp anderthalb Jahre haben die Bochumer Vereinsmitglieder darauf gewartet, dass der berühmte Musiker sein Versprechen einlöst und live der Ostkurve singen wird – und nun gibt es eine Vorlaufzeit von genau drei Tagen. Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass Grönemeyer vor dem Heimspiel gegen Fürth die inoffizielle Stadthymne intonieren wird. Zuletzt war dies im September 2006 der Fall – damals gab es im Anschluss eine bittere 0:6-Pleite gegen Werder Bremen.

Das soll an diesem Sonntag natürlich anders werden. Allerdings wird das Ruhrstadion nicht ausverkauft sein. Die Hoffnung der Verantwortlichen, mit Grönemeyer deutlich mehr Zuschauer anzulocken und somit auch Kasse machen zu können, wird sich wohl nicht erfüllen. Bis Freitagnachmittag waren gerade einmal 13.000 Karten verkauft, darunter auch einige Aktionstickets für Studenten oder Teilnehmer des großen Stadtputzes am vergangenen Wochenende. Die zuständige Abteilung beim VfL rechnet mit rund 16.000 Besuchern. Immerhin: Schätzungen zufolge könnte Grönemeyer knapp 2.500 Besucher mehr anlocken als ursprünglich gedacht.

Dutt freut sich über Besuch

Neben den Schulferien, die in Nordrhein-Westfalen begonnen haben, dürfte vor allem die Kurzfristigkeit ein entscheidender Grund dafür sein, warum es keinen noch größeren Grönemeyer-Effekt geben wird. Monatelang hatte sich der Verein bei Grönemeyers Management um einen Termin bemüht. Erst jetzt, als bekannt wurde, dass der Sänger das Spiel als Co-Kommentator für Amazon Music begleitet und ohnehin im Stadion sein wird, ergab es sich die spontane Chance. Die Bochumer Verantwortlichen bemühten sich um eine Lösung, um das Dauerthema vom Tisch zu bekommen – was nun auch gelungen ist.

„Ich freue mich darauf“, sagt Trainer Robin Dutt, der allerdings lächeln muss, wenn er auf eine mögliche Zusatzmotivation für seine Spieler angesprochen wird. Rein sportlich betrachtet ist es vermutlich sogar ganz gut, dass der Grönemeyer-Hype nicht allzu groß geworden ist. Schließlich steht für den VfL ein sehr wichtiges Heimspiel auf dem Programm, in dem der Revierklub verhindern muss, in der Tabelle weiter abzurutschen. „Ich erwarte eine Mannschaft, die heiß ist und sich wehrt“, fordert Dutt. Die Krise auf dem Rasen dürfte ein weiterer Faktor dafür sein, warum Grönemeyer am Sonntag den ganz normalen Zweitligaalltag erleben wird.

Rückblick: Grönemeyer vor seinem musikalischen Gastspiel im Jahr 2006. Anschließend besuchte er das Ruhrstadion für einige Konzerte (zuletzt 2015) oder zum Pokalspiel gegen Bayern München (2016).

(Foto: dpa)
(Foto: dpa)

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
9St. Pauli3446:53-749
10Darmstadt3445:53-846
11Bochum3449:50-144
12Dresden3441:48-742
13Gr. Fürth3437:56-1942

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