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6:0 gegen Ingolstadt
VfL Bochum: Offensiv brillant und beinahe historisch

(Foto: dpa)
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So spektakulär und ansehnlich wie lange nicht mehr kombinierte sich der VfL Bochum gegen den FC Ingolstadt zum 6:0-Kantersieg. In der Offensive wusste ausnahmslos jeder zu gefallen. 

Am Sonntagnachmittag gerieten selbst die Historiker ins Grübeln. Wann sind dem VfL Bochum in der Vergangenheit drei Tore in den ersten zwanzig Minuten gelungen? Und wann sind in Bochum zuletzt sechs Tore auf der richtigen Seite gefallen? Mithilfe einer Datenbank ließen sich beide Fragen recht schnell beantworten. Einen vergleichbaren Blitzstart erwischten die Hausherren im Winter 2001 gegen Alemannia Aachen (Endstand 5:3). Und das halbe Dutzend machte der VfL zuletzt im Dezember 2011 gegen Erzgebirge Aue perfekt. Damals wie heute kam der Kantersieg jedoch ziemlich überraschend.

Alle Spieler überzeugten 

Denn dass die Elf von Trainer Robin Dutt den FC Ingolstadt regelrecht überrollen konnte, damit hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet. Doch der Mut und Offensivgeist der Hausherren war von der ersten Minute an beeindruckend. „Die Anfangsphase war heute ganz entscheidend für den Spielverlauf“, stellte auch Bochums Chefcoach in seiner ersten Analyse fest. „Wir haben zu Beginn fast jeden Zweikampf gewonnen und schnell nach vorne gespielt. So hat das Spiel seinen Lauf genommen.“ Bereits nach vier Minuten lag nach der VfL nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Lukas Hinterseer in Front, nach brillanten Kombinationen folgten schnell die Treffer zwei und drei.

Damit hatte Dutt, der auf einen Einsatz von Sidney Sam verzichtet hatte, stattdessen auf Tom Weilandt setzte und Sebastian Maier sein Startelfdebüt ermöglichte, alle Argumente auf seiner Seite. Als enge „Bauchentscheidung“ bezeichnete Dutt später seine etwas überraschende Personalauswahl in der offensiven Dreierreihe und verwies zugleich auf seine Reservebank, die so prominent bestückt war wie lange nicht mehr. Doch im Mittelpunkt des Geschehens standen natürlich diejenigen, die den Gast aus Oberbayern regelrecht vorführten und den Sieg durch eventuelle Nachlässigkeiten nie in Gefahr brachten.

Fans, die den VfL schon etwas länger begleiten, dürften jedoch selbst beim Stande von 3:0 zur Halbzeit noch nicht an das Siegerbier gedacht haben. „Das Gute war, dass wir nie aufgehört haben, weiter nach vorne zu spielen“, lobte Neuzugang Sebastian Maier die Teamkollegen für den Auftritt nach der Pause und für drei weitere Treffer. „Natürlich habe ich mir einen Sieg gewünscht, aber so etwas kann man sich doch nicht ausmalen“, lachte der Spielmacher in der Mixed-Zone und heimste auch von den Reportern ein Lob für eine starke Vorstellung ein. Mit seiner Übersicht und Technik fügte sich Maier nahtlos in die Bochumer Offensive ein, flankiert von einem überaus engagierten und zielstrebigen Robbie Kruse. Auch Tom Weilandt, der mit drei Scorerpunkten in der Anfangsphase die wohl stärkste Halbzeit im Trikot des VfL zeigte, verdiente sich Bestnoten.

Drei Tore von Hinterseer

Zum „Man of the match“, so schwer sich dieser auch benennen lässt, avancierte jedoch Lukas Hinterseer. Der Österreicher, der einst das Trikot des FC Ingolstadt trug, traf einmal per Kopf, zweimal vom Elfmeterpunkt und bereitete ein weiteres Tor direkt vor. „So blöd es nach einem 6:0 auch klingt: Der Sieg geht selbst in der Höhe in Ordnung“, stellte der Mittelstürmer nach der Partie fest und freute sich nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über das persönliche Erfolgserlebnis. Für Hinterseer waren es schließlich die ersten Saisontore. Mit einem weiteren Treffer hätte er – oder einer seiner Kameraden – sogar noch Historisches geschafft. Denn einen Sieg mit sieben Toren Differenz hat es in der Bochumer Bundesligageschichte noch nie gegeben.

Tabelle

10. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Heidenheim1017:12515
7Paderborn919:15415
8Bochum916:10614
9Regensburg916:13314
10Dresden1013:11214

Spielplan

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Dynamo Dresden
1:1
FC Erzgebirge Aue
SV Sandhausen
4:0
FC Ingolstadt 04
20.10.2018
1. FC Heidenheim
3:0
1. FC Magdeburg
Arminia Bielefeld
2:3
SpVgg Greuther Fürth
Holstein Kiel
1:1
1. FC Köln
21.10.2018
Hamburger SV
13:30
VfL Bochum 1848
SC Paderborn 07
13:30
1. FC Union Berlin
SSV Jahn Regensburg
13:30
SV Darmstadt 98
22.10.2018
MSV Duisburg
20:30
FC St. Pauli

 


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18.48 Uhr

  

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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Heidenheim1017:12515
7Paderborn919:15415
8Bochum916:10614
9Regensburg916:13314
10Dresden1013:11214

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