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Bochum im Tief
Negativtrend beim VfL: Dutt schaut ganz genau hin

(Foto: dpa)
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Der VfL Bochum steckt in einer schwierigen Phase. Im neuen Jahr gab es schon fünf Niederlagen, stets verdient, nie unglücklich. Trainer Robin Dutt macht aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl. 

Fast sommerliche Temperaturen begleiten den VfL Bochum in ein spiel- und trainingsfreies Wochenende. Die letzten Länderspiele der Saison stehen an, Chefcoach Robin Dutt gewährt seiner Mannschaft am Samstag und Sonntag eine kleine Verschnaufpause. Denn Trainingssteuerung muss auch in Krisenzeiten eine Rolle spielen. 

Als Belohnung ist das aber nicht zu verstehen. Denn die letzten Wochen haben gezeigt: Nachholbedarf ist reichlich vorhanden. Nach acht Spieltagen im neuen Jahr stehen fünf Niederlage zu Buche, erschreckend schwach waren viele Leistungen. „Meine Unzufriedenheit über die bisherige Rückrunde ist groß“, sagte Robin Dutt nach dem Training am Donnerstag, „größer als einige vielleicht glauben.“ Die Ruhe, die er nach außen verkörpert, könnte also missverstanden werden. „Auch ich frage mich natürlich, was passiert ist, dass es seit dem Jahreswechsel nicht mehr läuft.“ Eine einfache, monokausale Antwort gebe es nicht, keinen besonderen Auslöser, keine internen Streitigkeiten.

Was fehlt dieser Mannschaft? 

Aber woran liegt es dann? Fehlt zu vielen Spielern der Erfolgshunger, dass sie nachlässig werden? Das allein mit der Tabellensituation zu begründen, weil der Abstand nach oben zu groß und nach unten komfortabel ist, wäre wohl zu einfach, zumal es im Winter tatsächlich noch eine Chance gab, oben anzugreifen. Auch das Argument, zu viele Spielerverträge laufen aus, was zur Verunsicherung führe, greift zu kurz. Denn wer zuletzt zur Startelf gehörte, ist meist noch länger an den VfL gebunden.

Klar ist: Nachdem im Jahr 2018 klare Fortschritte erkennbar waren, geht es im neuen Jahr in die umgekehrte Richtung. Individuelle Fehler häufen sich, der attraktive Spielstil der Hinrunde ist verschwunden. Schwankungen innerhalb einer Partie sind fast schon zum Merkmal dieser Mannschaft geworden. Volle Konzentration, bedingungslose Gegenwehr und die letzte Gier sind nur phasenweise erkennbar. Genau das haben Teams wie Paderborn, Heidenheim oder Regensburg, die nominell nicht stärker besetzt sind, den Bochumern derzeit voraus. Auch deshalb stehen sie in der Tabelle vor dem VfL. 

Auf wen ist wirklich Verlass? 

Muss Robin Dutt die Zügel also anziehen? Zu Wochenbeginn, erzählen die wenigen Kiebitze am Trainingsplatz, sei Bochums Übungsleiter schon deutlich lauter geworden als sonst. Auf öffentliches Anprangern verzichtet der 54-Jährige aber, selbst in längeren Gesprächen nennt er nie einzelne Namen. Das sei nicht sein Stil, betont Dutt immer wieder. Auch in der Krise bewahrt er die Contenance und setzt auf eine positive Reaktion. 

So kann jeder die letzten acht Spieltage der Saison nutzen, um sich anzubieten und zu beweisen, dass Nachlässigkeiten der Vergangenheit angehören. Der Fußballlehrer will den Balanceakt meistern, „sowohl das nächste Spiel als auch die Zukunft im Blick zu behalten.“ Er nutzt somit das Tief, um Problemen auf den Grund zu gehen und zu beobachten, auf wen wirklich Verlass ist. „Ich bin nicht hier, um eine Mannschaft zu verwalten. Ich möchte mit ihr etwas erreichen, sie weiterentwickeln – und ich gehe davon aus, dass die Spieler das auch wollen“, sagt Dutt voller Hoffnung, aber auch Überzeugung.

 

 

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
9St. Pauli3446:53-749
10Darmstadt3445:53-846
11Bochum3449:50-144
12Dresden3441:48-742
13Gr. Fürth3437:56-1942

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