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2. Bundesliga
Club-TV als Herausforderung für klassische Sender

Viele Interviews mit Spielern oder Verantwortlichen werden exklusiv in den Online-Kanälen der Vereine gesendet. Foto: Andreas Arnold (Andreas Arnold)

Berlin (dpa) – Das club-eigene TV der Fußball-Bundesligisten stellt die klassischen Fernsehsender immer stärker vor Herausforderungen. So werden viele Interviews mit Spielern oder Verantwortlichen häufig exklusiv in deren Online-Kanälen gesendet.

«Das ist eine Entwicklung, die problematisch ist und uns das Leben nicht immer einfach macht», sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur. «Es führt zu einer Verknappung von Spielern für Interviews.» Bisher käme das ZDF aber zurecht. «Jammern und Klagen hilft nicht.»

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hat eine ähnliche Meinung zu den Auswirkungen der TV-Politik der Vereine. «Uns erschwert es die Arbeit», meinte er. Der Zugriff auf Spieler werde immer schwieriger. «Unsere Prämisse ist: Wir wollen selber fragen.»

Auch der Pay-TV-Sender Sky als größter Finanzierer des deutschen Profi-Fußballs hat bisweilen Schwierigkeiten, noch Exklusives zu bekommen. «Zwischen unseren Interessen als wichtigster TV-Partner der Liga und denen des Club TV braucht es stets die richtige Balance», sagte Sky-Sportchef Roman Steuer. «Wir sehen Club-TV als ergänzendes Medium und nicht als Absender exklusiver Inhalte.» Wenn so etwas passiert, «ist das ein Problem für uns».

Das Recht auf eine begrenzte Zahl von Interviews gilt nur bei Live-Übertragungen. Zwischen den Spieltagen sind die Sender wie alle anderen Medien auf den guten Willen der Vereine angewiesen.

 

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