Bezirksliga 7
Auf Hausbesuch: SG Sendenhorst gegen die Warendorfer SU...

(Foto: Jan Ahlers)
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Sendenhorst – Trotz einiger Überschneidungen mit den Profiligen ist im Fußball schon aus Tradition klar: Der Sonntagnachmittag ist und bleibt allen voran für die Amateure vorbehalten. Zwischen Oberliga und Kreisliga C bis D wird gekämpft, gefightet, gesiegt und verloren. So auch bei der SG Sendenhorst, die in der Bezirksliga 7 ein kleines Derby gegen die Warendorfer SU vor der Brust hatten...

Um es vorab zu sagen: Viel zu holen war für die Gastgeber aus Sendenhorst an diesem Tag nicht. Obgleich die von Ulrich Leifken trainierten Sendenhorster zuletzt im erweiterten Verfolgerfeld platziert waren, während die Warendorfer SU nur gegen den Abstieg kämpft, so lief am Sonntag fast alles für die WSU: Drei Gegentore in sechs Minuten (17./21./23.) besiegelten das Schicksal der SGS rasch, Warendorf um Trainer Stephan Zurfähr ging mit beruhigender Führung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel legte der Gast aus dem keine 20 Kilometer entfernten Warendorf früh doppelt nach (50./62.) und zementierte so den Kantersieg. Sendenhorst hatte schnell nichts mehr zu melden. Die Heimmannschaft zeigte sich sichtlich genervt, trat nach einer zunächst zu Ungunsten der Leifken-Elf sogar die eigene Eckfahne kaputt.

Schiedsrichter Daniel Graffe hatte keinen leichten Job, zog acht Gelbe Karten und mussten zwischendurch auch deutlicher werden. „Halt jetzt den Mund oder du fliegst hier gleich!“, hörten die 120 Zuschauer über den Platz hallen. Harte Sitten im Amateurfußball.

Es braucht für das gewisse Fußballerlebnis nicht immer die großen Kulissen, das wird auch an diesem Sonntag schnell klar. Im Sonnenuntergang leuchtet im Hintergrund der Glockenturm der 70 Meter hohen St. Martinskirche, hinter dem Tor fallen in goldenen und roten Tönen gefärbte Blätter stetig von den Bäumen, rieseln auf die Sitze – und auf die Zuseher.

Ein Ort wie gemacht für Romantiker des natürlichen Sports ohne das große Blitzlichtgewitter, ohne Show. Fußball pur, mit Bratwurst für 1,70 Euro.