UFC 3 im Test
Wirst du im Octagon der Größte aller Zeiten?

(Screenshot: Electronic Arts)

Bereits zum dritten Mal hat Electronic Arts Anfang Februar ein Spiel zur Ultimate Fighting Championship auf den Markt gebracht. Die Reise zum "Größten Kämpfer aller Zeiten" steht an. Wir haben das Spiel unter die Lupe genommen...

Muhammed Ali gilt als der größte Boxer aller Zeiten. Mit großem Mundwerk wusste das Schwergewicht seine Kämpfe stets schon vorab zu einem echten Ereignis werden zu lassen. Der Hype um seine Auftritte im Ring? Riesig! 

In der modernen Zeit hat sich Conor McGregor aufgemacht, einen ähnlichen Weg einzuschlagen. Der Ire ist ein begnadeter Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und macht selbst vor dem Boxring nicht halt. Im vergangenen Jahr lieferte er sich einen Kampf mit Floyd Mayweather - den er jedoch in der zehnten Runde durch Abbruch des Ringrichters verlor. Ein reicher Mann war er danach dennoch.

Aber um Geld soll es an dieser Stelle nicht gehen. McGregor ist das Werbegesicht der UFC. Der meistgegoogelte Sportler des Jahres 2017 ziert derzeit das Cover von UFC 3, einem Spiel von Electronic Arts für die Playstation 4 und Xbox One, welches am 2. Februar auf den Markt kam.

Wer wird der Größte aller Zeiten?

Und um was geht es? Tauchen wir ein in die Welt des Mixed-Martial-Arts. Die UFC ist die weltweit größte Liga, hier treten die besten Atlethen gegeneinander an. EA Sports hat nunmehr den dritten Ableger der UFC-Games auf den Markt gebracht. In der neuen Version dreht sich alles um den Karrieremodus und den Traum, der "Greatest of All Time" zu werden.

Doch bis es soweit ist, muss sich ein Kämpfer, oder auch eine Kämpferin erst einmal beweisen. In einer kleineren Liga stehen die ersten Kämpfe an. Gehen diese erfolgreich zu Ende, dann wird Dana White, der Präsident der UFC, auf den Kämpfer aufmerksam und kommt, um ihn persönlich in Augenschein zu nehmen. Überzeugt man den Boss, dann gibt's einen Vertrag in der UFC. Der erste Schritt ist damit geschafft.

Rekorde sind da, um gebrochen zu werden

Jetzt aber werden die Gegner namhafter, schwerer. Schön gemacht ist die Einbindung von Social-Media in den Karriereverlauf. Die Fans des erstellten Kämpfers melden sich vor und nach Kämpfen zu Wort und in der Vorbereitung auf einen Fight hat der Spieler selber die Möglichkeit, für sich und seine anstehende Aufgabe zu werben. So wird das Interesse größer und die Karriereeinnahmen steigen. 

Die Karriere ist dabei in einzelne Schritte eingeteilt. Jedes Kapitel ist mit dem Kampf gegen einen Rivalen verbunden. Wird dieser besiegt, steigt man in der Bewertung auf und kämpft sich durch Ränge bishin zur Titelchance. Doch mit dem Titelgewinn an sich ist ein Fighter natürlich noch lange nicht der größte aller Zeiten.

Aber wie wird man das denn jetzt? In UFC 3 führt der Weg zur absoluten Legende über Rekorde. Zum Beispiel über die meisten in der UFC absolvierten Kämpfe, die größten Einnahmen oder die meisten Titelverteidigungen. Doch einfach im Octagon drauf losprügeln und einen Rekord nach dem nächsten sammeln, nein so einfach macht das Spiel die Reise nicht.

Denn wie im echten Leben auch ist die Karriere eines Kämpfers begrenzt, der menschliche Körper ist nicht dauerhaft für diese Belastungen gemacht. Wenn die Langzeitschäden zu groß werden, weil man beispielsweise oft in Schlachten über die volle Rundendistanz gehen muss, dann ist die Karriere schneller vorbei.

(Screenshot: Electronic Arts)
(Screenshot: Electronic Arts)

Wer auf seinen körperlichen Schaden keine Rücksicht nehmen will, für den gibt es neben dem Karrieremodus auch die Möglichkeit, einzelne Kämpfe zu bestreiten oder im Arcade-Modus gar nur im Stand-Up zu kämpften, also mehr oder weniger nur zu boxen und kickboxen.

Das ganze passiert in einer schönen Grafik mit runden Abläufen und einer Atmosphäre, wie man sie von echten UFC-Veranstaltungen kennt. In Sachen Präsentation macht EA niemand etwas vor. Das beweisen die jährlichen Ableger für den Fußball, den Football oder andere Sportarten.

Die Fights werden wahlweise von deutschem oder auch englischem Kommentar begleitet. Hier gibt es einen Abzug in der B-Note, wiederholen sich die Kommentare doch relativ schnell oder passen mitunter nicht zum Geschehen im Octagon.

Für Einsteiger in die Serie bietet sich zunächst das Tutorial an. In Sachen Steuerung ist UFC 3 durchaus kompliziert und wird etwas Eingewöhnung benötigen - gerade im Bodenkampf mit den vielen Aufgabegriffen und in der Verteidigung von Schlägen. Hier bietet das Spiel für Anfänger durchaus Frustpotenzial.

Alles in Allem liefert EA mit UFC 3 - wieder einmal- eine Referenz in Sachen Kampfsportspiel. Wenngleich es auch wenig echte Konkurrenz in diesem Bereich gibt. Der Umfang des Spiels ist durchaus als gut zu betiteln, der Soundtrack passt perfekt und die Grafik ist wie schon erwähnt eine echte Augenweide. Freigegeben ist das Spiel ab 18 Jahren, im Handel ist es seit dem 2. Februar erhältlich.