Dritter Sieg in Serie
Formel-Eins: Hamilton gewinnt auch in China

(Foto: dpa)

Lewis Hamilton setzt seine Serie fort: Nach den Siegen in Malaysia und Bahrain gewann Hamilton am Sonntag auch den großen Preis von China. Auf dem zweiten Platz folgt sein Teamkollege bei Mercedes, Nico Rosberg. Das Podium komplettiert Fernando Alonso.

Bereits vom Start weg konnte Hamilton in Führung liegend das Renngeschehen kontrollieren. Teilweise fuhr der Brite, der in China das 25. Formel-Eins-Rennen seiner Karriere gewann, eine Sekunde pro Runde schneller als die Konkurenz. Damit war bereits früh im Rennen klar, wer am Ende ganz oben auf dem Podium stehen sollte.

Nico Rosberg, der den dritten Mercedes-Doppelsieg in Serie perfekt machen konnte, hatte es bedeutend schwerer als Hamilton. Bereits in der Aufwärmrunde zum Rennen bekam Rosberg über Funk mitgeteilt, dass sein Wagen keine Telemetrie-Daten an die Box senden würde. Das hieß für Rosberg, ein Rennen ohne technische Kontrolle über den Wagen zu fahren. Über die Telemetrie können die Teams aus der Box wichtige Daten im Auge behalten. So kann zum Beispiel der Benzindurchfluss eingesehen werden, dem Fahrer also mitgeteilt werden, ob er zu viel Sprit verbraucht.

Rosberg, der beeinflusst dadurch einen schlechten Start hinlegte, kämpfte sich im Rennverlauf vom sechsten Platz noch nach vorne.Das Podium in China komplettierte der Spanier Fernando Alonso im Ferrari. Alonso, sichtlich erfreut über die Leistungssteigerung seines Dienstfahrzeugs, nahm damit erstmals in der Saison 2014 an einer Siegerehrung teil.

Ricciardo vor Vettel

Auf dem vierten Platz folgt Daniel Ricciardo. Der von Platz zwei gestartete Australier beendete das Rennen vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel. Während des Rennens wurde Vettel via Funk aufgefordert, seinen jüngeren Kollegen passieren zu lassen, da dieser auf frischeren Reifen schneller unterwegs war. Vettel, hörbar enttäuscht von dieser Entscheidung, ließ seinen Kollegen erst nach einigen Kurven passieren und fuhr danach unauffällig den fünften Platz nach Hause.

Auf Rang sechs folgte ihm der erneut fehlerfrei fahrende Nico Hülkenberg im Force India. Auf den restlichen Punkteplätzen platzierten sich Valtteri Bottas, Kimi Räikkönen, Sergio Perez und Daniil Kvyat in aufgezählter Reihenfolge.

Deutliche Mercedes Führung in der WM

Die Fahrer-WM führt nach wie vor Nico Rosberg an. Durch den erneuten Sieg Hamiltons büßt der Spitzenreiter allerdings einiges an Vorsprung ein. Rosberg führt nunmehr mit 79 zu 75 Punkten vor seinem Teamkollegen. Dahinter folgt Fernando Alonso vor Nico Hülkenberg, der wiederrum vor Sebastian Vettel liegt.

Die Dominanz des Mercedes-Teams wird in der Team-Wertung erst richtig deutlich: Hier führt das Team mit 154 Punkten vor dem Red-Bull-Racing Team mit 57 Punkten.

Die Formel-Eins beendet mit dem Rennen in China den ersten Abschnitt der Saison. In drei Wochen trifft sich die Elite des Motorsports dann zum Europaauftakt der Saison. Auf dem Circuit de Catalunya wird am 11. Mai der große Preis von Spanien ausgefahren. Bis dahin haben die Teams nun Zeit, neue Teile für ihre Autos zu entwickeln.

Rang Name Land Team Zeit
1. Lewis Hamilton England Mercedes 1:36:52,810 Std.
2. Nico Rosberg Wiesbaden Mercedes + 18,686 Sek. Sek.
3. Fernando Alonso Spanien Ferrari + 25,765
4. Daniel Ricciardo Australien Red Bull + 26,978
5. Sebastian Vettel Heppenheim Red Bull + 51,012
6. Nico Hülkenberg Emmerich Force India + 57,581
7. Valtteri Bottas Finnland Williams + 58,145
8. Kimi Räikkönen Finnland Ferrari + 1:23,990 Min. Min.
9. Sergio Perez Mexiko Force India + 1:26,489
10. Daniil Kwjat Russland Toro Rosso + 1 Runde
11. Jenson Button England McLaren Mercedes + 1 Runde
12. Jean-Eric Vergne Frankreich Toro Rosso + 1 Runde
13. Kevin Magnussen Dänemark McLaren Mercedes + 1 Runde
14. Pastor Maldonado Venezuela Lotus + 1 Runde
15. Felipe Massa Brasilien Williams + 1 Runde
16. Esteban Gutirrez Mexiko Sauber + 1 Runde
17. Kamui Kobayashi Japan Caterham + 1 Runde
18. Jules Bianchi Frankreich Marussia + 1 Runde
19. Max Chilton England Marussia + 2 Runden
20. Marcus Ericsson Schweden Caterham + 2 Runden

Ausfälle

Adrian Sutil (Gräfelfing) Sauber (6 . Runde)
Romain Grosjean (Frankreich) Lotus (29 . Runde)