Es geht los
In Australien startet die Formel-Eins ins neue Jahr

(Foto: dpa)

Mit einem deutlich dumpferen Motorengeräusch und mit teilweise merkwürdig aussehenden Frontpartien gingen am Freitag die Formel-Eins Autos das erste Mal im Jahr 2014 zu freien Trainings auf die Strecke. Am Wochenende startet die Saison im australischen Melbourne. Ein Ausblick auf das Rennwochenende

Erleichterung bei Weltmeister Sebastian Vettel. Sein Team Red-Bull hat seit den letzten Testfahrten anscheinen zurück in die Spur gefunden. Der Heppenheimer konnte in den beiden freien Trainings 51 Runden absolvieren, was schon fast der Renndistanz im Albert-Park zu Melbourne bedeutet. Red Bull also im Aufwind?

Mercedes wie erwartet vorne

Wie nach den Tests vermutet ist das Mercedes-Werksteam um die Fahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton aktuell das Team, welches den besten Eindruck hinterlässt. Das zweite freie Training schlossen die beiden Piloten auf den Plätzen Eins und Zwei ab. Dies mit deutlichem (rund eine halbe Sekunde) Abstand auf den Drittplatzierten Fernando Alonso.

Enttäuschend verlief der Trainings-Freitag für Caterham und Lotus. Beide Teams hatten große Probleme an ihren Autos und kamen so zu nicht allzu viel Zeit auf der Strecke. Sicher ein Nachteil bei den neuen Autos.

Weniger Probleme als befürchtet

Dennoch blieben weit weniger Autos mit Problemen in der Box oder auf der Strecke stehen als das befürchtet worden war. Die Teams haben die Zuverlässigkeitsprobleme ihrer Boliden seit den letzten Testfahrten vor zwei Wochen offenbar in den Griff bekommen.

Am Samstag geht es im Qualifying (7 Uhr bei RTL und Sky) um die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag. Mercedes gilt nach den Trainingseindrücken als Favorit auf die Startplätze in der ersten Startreihe. Dahinter werden "die üblichen Verdächtigen", Ferrari, Red-Bull, McLaren, erwartet. Für eine Überraschung könnte das Williams-Team gut sein.

Die große Frage bleibt die Standfestigkeit der Motoren/Elektroeinheiten im Rennen. Hier werden aufgrund des hohen Vollgasanteils in Australien (rund 70 Prozent der Runde) und der neuen Benzinreglementierungen die meisten Probleme erwartet. Die Antwort auf diese Frage erhält der Motorsport-Fan dann am Sonntag, wenn die Formel-Eins mit dem Grand-Prix von Australien in die neue Saison startet.