Leichtathletik
Speerwerfer Vetter schockt Konkurrenz: 92,70 in Portugal

Johannes Vetter jubelt über seinen Sieg beim Winterwurf-Europacup in Portugal. Foto: Bernd Thissen (Bernd Thissen)
Zum Saisonauftakt im portugiesischen Leiria Vierter: Christoph Harting. Foto: Gregor Fischer (Gregor Fischer)

Leiria/Portugal (dpa) – Mit zwei Siegen und erfüllten EM-Normen starten die deutschen Leichtathleten in die Freiluftsaison. Für den Kracher in Leiria sorgt Speerwurf-Ass Johannes Vetter. Fünf Monate vor dem Saisonhöhepunkt in Berlin läuft bei den DLV-Assen aber noch nicht alles rund.

Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter hat die Konkurrenz auch beim Winterwurf-Europacup im portugiesischen Leiria geschockt und die EM-Norm schon fünf Monate vor dem Saisonhöhepunkt um mehr als elf Meter überboten.

Der 24-Jährige aus Offenburg gewann die Konkurrenz mit der Jahresweltbestleistung von 92,70 Metern. Der Potsdamer Bernhard Seifert (80,62 Meter) lag als Zweiter gut zwölf Meter zurück.

Zwölf Tage nach seinem 91,22-Meter-Wurf im südafrikanischen Potchefstroom untermauerte Vetter seine Favoritenrolle für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August). Der Olympia-Vierte hatte im Vorjahr den deutschen Rekord auf 94,44 Meter geschraubt. Die EM-Norm beträgt 81,50 Meter.

Auch Diskuswerferin Nadine Müller hat die Norm gleich zum Start in die Freiluftsaison erfüllt. Die 32-Jährige aus Halle/Saale gewann in Leiria mit 60,42 Metern. Kugelstoßer Tobias Dahm (Sindelfingen) verpasste als Zehnter mit 18,80 Metern dagegen die für die EM geforderte Weite noch um 1,20 Meter.

Diskuswurf-Olympiasieger Christoph Harting war am Vortag mit einem vierten Platz in Saison gestartet. Der 27 Jahre alte Berliner verfehlte die EM-Norm mit 62,88 um gut einen Meter. Den Sieg sicherte sich der WM-Zweite Daniel Stahl aus Schweden mit 66,81 Metern vor seinem Landsmann Simon Pettersson (65,81 Meter).

Über Platz zwei und die früh erfüllte EM-Vorgabe konnte sich Speerwerferin Christin Hussong freuen. Die Athletin vom LAZ Zweibrücken musste sich mit 60,02 Metern nur der Norwegerin Sigrid Borge (62,42 Meter) geschlagen geben. Ex-Weltmeisterin Katharina Molitor aus Leverkusen schleuderte den Speer im sechsten und letzten Versuch noch 59,80 Meter weit - nur 20 Zentimeter fehlten zur Norm für den diesjährigen Saisonhöhepunkt der Leichtathleten.

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