BVB-Sturmposition besetzt
Leihe von Alcácer perfekt: Mehr Auswahl für die Offensive

Michael Zorc und Paco Alcácer (Foto: BVB)
604

Dortmund – Kurz vor Transferschluss hat Borussia Dortmund doch noch einmal zugeschlagen und Paco Alcácer vom FC Barcelona auf Leihbasis verpflichtet.

Wenige Tage vor Transferschluss sichert sich Borussia Dortmund die Dienste des Spaniers Francisco „Paco“ Alcácer Garcia und schließt damit die „Baustelle“ im Sturm. Der 24-Jährige Angreifer wechselt zunächst für ein Jahr auf Leihbasis zum BVB, danach besteht für Schwarzgelb jedoch eine Kaufoption, mit der ein Vertrag über 4 Jahre möglich würde.

Alcácer war der Torjäger beim FC Valencia, ehe er sich 2016 für einen Wechsel zum FC Barcelona entschied. Bei den Katalanen kam er jedoch nicht an Superstars wie Lionel Messi und Luis Suárez vorbei. Häufig musste er sich mit der Reservistenrolle begnügen, gelegentlich sogar mit einem Platz auf der Tribüne. All das soll sich beim BVB wieder ändern.

Darum passt Alcácer optimal zum BVB

In den vergangenen Wochen kursierten rund um die BVB-Stürmer-Frage so einige Namen im Netz. Einer bot sich sogar selbst an: Anthony Modeste. Die Klubbosse betonten jedoch, nicht zwangsläufig noch jemanden in dieser Transferphase verpflichten zu wollen. Stattdessen verwiesen sie auf interne Lösungen mit Marco Reus oder Maximilian Philipp in der Sturmspitze. Es hieß, eine Notlösung werde nicht verpflichtet. Nur jemand, der wirklich zum Klub passe. Und genau das tut Alcácer.

Der 24-Jährige ist ein schneller, beweglicher Spieler, der sich besonders durch sein gutes Passspiel auszeichnet. Kein Wunder also, dass genau er Favres Favorit ist, schließlich legt der neue BVB-Coach viel Wert auf Ballbesitz und Passsicherheit. Zudem ist Alcácer ein Spieler, der auch defensiv mitarbeitet und außerdem auch als Flügelspieler auf beiden Seiten flexibel einsetzbar ist. Kein Typ, der nur vorne drinsteht und auf seine Bälle wartet, sondern jemand, der mitspielt. Und last but not least gilt der Spanier als bodenständiger Typ ohne Starallüren. Er ist niemand, der Wert auf viel Bling Bling legt. Ganz anders also als beispielsweise sein Vorvorgänger Pierre-Emerick Aubameyang. Von seiner Art passt er somit auch perfekt zum „neuen BVB“.  

Leihe belebt Konkurrenzkampf in der Offensive gewaltig  

Der Umbruch bei Borussia Dortmund ist sicherlich noch nicht abgeschlossen, auf vielen Positionen hat sich der BVB aber in diesem Sommer mit klugen Verpflichtungen verstärkt. So ist Abdou Diallo ein echter Gewinn für die Innenverteidigung, Thomas Delaney und Axel Witsel Bereicherungen fürs Mittelfeld, Marius Wolf eine Verstärkung für die Flügel und Alcácer jetzt die Lösung für den Sturm.

Mit der Verpflichtung des Spaniers wird zugleich natürlich auch der Konkurrenzkampf im ohnehin schon üppig besetzten Kader noch mehr belebt. Schließlich drängen nun die zuvor internen Sturmoptionen Reus und Philipp auf Startpositionen im offensiven Mittelfeld bzw. auf den Flügeln. Hier hat Lucien Favre nun die Qual der Wahl. Aber seinen Kapitän Reus wird er wohl kaum auf die Bank setzen. Zumal Reus einer ist, der den Unterschied machen kann und auf dessen individuelle Klasse der BVB nicht freiwillig verzichten wird.

Ihn könnte höchstens erneutes Verletzungspech stoppen. Schon vor Alcacárs Verpflichtung musste sich beispielsweise Mario Götze aufgrund des breiten offensiven Kaders im Auftaktspiel gegen RB Leipzig mit einem Platz auf der Bank begnügen. Künftig wird man sich dann wohl noch mehr an prominente Namen auf der BVB-Bank gewöhnen müssen.

Die Mitteilung des BVB:

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat sich mit dem FC Barcelona – vorbehaltlich der Klärung letzter Details – auf eine einjährige Ausleihe von Paco Alcácer (24) bis zum 30. Juni 2019 geeinigt. Der spanische Mittelstürmer absolvierte heute im Klinikum Westfalen den obligatorischen Medizincheck und soll beim BVB die Rückennummer 9 tragen.

Borussia Dortmund hat sich obendrein eine Kaufoption gesichert, durch die der Spieler für vier weitere Jahre an den Klub gebunden werden kann.

„Wir freuen uns sehr, dass sich Paco Alcácer für Borussia Dortmund entschieden hat und sind fest davon überzeugt, dass dieser Spielertypus gut zu unserer Spielweise passt“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc und fügt hinzu: „Paco hat seine Qualität schon in jungen Jahren beim FC Valencia unter Beweis gestellt, viele Tore geschossen und als gerade 22-Jähriger besondere Wertschätzung erfahren, indem man ihm das Kapitänsamt übertragen hat. In Barcelona hat er täglich mit einigen der besten Spieler der Welt gearbeitet. Es ist der extremen Konkurrenz in der Offensive des Klubs geschuldet, dass er sich nun dazu entschieden hat, nach zwei Jahren einen neuen Anlauf zu nehmen.“

„Ich freue mich total darauf, bald in der Bundesliga zu spielen. Das ist eine der besten Ligen der Welt, und der BVB mit diesen unglaublichen Fans und der berühmten Südtribüne hat wahrscheinlich für jeden Fußballspieler etwas Magisches“, betont Paco Alcácer.

Der 24-Jährige verfügt über die Erfahrung aus 151 Spielen in Spaniens „LaLiga“ (43 Tore, 22 Vorlagen), 21 Partien der Copa del Rey (11 Tore, 2 Vorlagen), 13 Europa-League- (7 Tore, 1 Vorlage) und 10 Champions-League-Einsätzen (1 Tor, 1 Vorlage). Für die spanische A-Nationalmannschaft erzielte er in 13 Spielen sechs Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. Paco Alcácer, der im Sommer 2016 vom FC Valencia nach Barcelona gewechselt war, gilt als beidfüßiger, dynamischer und technisch beschlagener Stürmer.

 

 

 

 

 


Lade Forenbeiträge...

Oberliga Westfalen


Weitere Artikel: Oberliga Westfalen »